
-Wie oft gießen?
In normalen Sommern reicht einmal pro Woche gründliches Gießen. Im aktuellen Supersommer greife ich zweimal in der Woche zum Schlauch.
Lieber einmal viel gießen-als mehrfach wenig, Pflanzen gewöhnen sich an Trockenheit.
Wasser muss in die tiefen Schichten einsickern
Nach dem Gießen wird gehackt und gemulcht!
-Wie viel Wasser benötigt eine Pflanze?
Es gibt keine Faustregel für die Menge. Sonnenblumen und Mais benötigen mehr Wasser als Kartoffeln, ein Apfelbaum in der Regel mehr als eine Kirsche. Achtet am besten auf die Blätter der Pflanze. Krümmen sie sich ein, schrumpeln etwas zusammen? Klares Zeichen: Die Pflanze hat Durst.
Bei Sommerwetter sollte man alle vier bis sieben Tage einmal bedarfsgerecht gießen: bei einer normalen Bepflanzung entspricht das einer Menge von etwa 20 Litern pro Quadratmeter, bei Jungpflanzen und Ansaaten sollte es die Hälfte beziehungsweise ein Viertel davon sein. Wenn man ein paar Stunden nach dem Gießen mit dem Spaten Erde abträgt und die Hauptwurzelschicht in 20 Zentimetern Tiefe ist feucht, stimmt die Menge.
Richtig Gießen kann sehr entspannend sein. Ich zähle immer in Gedanken bis 60, solange dauert es bis 10 Liter Wasser durch den Schlauch gelaufen sind.
Achtet auch auf den Untergrund: Wenn der Boden stark lehmhaltig ist und schwer, immer warten, bis das Wasser sich seinen Weg in die Tiefe gesucht hat, dann vielleicht noch einmal nachgießen.
Mach die Kratzprobe! Kratze ein paar Zentimeter der oberen Erde weg. Ist die Erde darunter noch dunkel und feucht, braucht die Pflanze kein Wasser. Ist sie trocken, wird es Zeit zum Gießen.
-Wie gießt man richtig?
Bei allen Stauden, Bäumen, Gemüsesorte: von unten, nicht die Pflanzen von oben absprühen. Es sieht zwar nett aus, wenn das Wasser von den Blättern auf den Boden tropft. Aber es schadet eher: Feuchtigkeit an den Blättern fördert Pilzerkrankungen, in der Mittagszeit kann das Wasser auch wie ein Brennglas wirken und die Pflanzen schädigen. Wasser nehmen die meisten Pflanzen außerdem nur über die Wurzel auf. Was soll es dann auf dem Blatt?
Also nicht mit dem starken Strahl direkt das Gemüse oder die Rosen abspritzen, sondern mit Gießstab, Kanne oder Tröpfchenbewässerung unter / um die Pflanze herum.
Beim Gießen selbst ist wichtig: Am besten nicht großflächig, mal eben mit dem Schlauch, sondern sparsamer mit der Gießkanne und da direkt auf den Boden neben der Pflanze. Das macht man am besten in zwei Durchgängen: Beim ersten Mal das Wasser zum Anfeuchten einsickern lassen und anschließend nochmal gießen zum Wässern.
-Wann gießen?
Zwischen 20 und 8 Uhr.
Früh morgens und dann zweimal hintereinander mit einem Abstand von etwa 30 Minuten. Das Wasser kann im kühlen Boden besser versickern. Weiterer Vorteil: Die Wurzeln der Pflanzen wachsen dem Wasser hinterher – also tiefer. Dadurch können sie spätere Trockenperioden besser überstehen, weil in der Regel nur die oberen Bodenschichten komplett austrocknen. Der Kleingärtner spart also am Ende Zeit, um sich auch mal auszuruhen.
Abends / später Nachmittag ist die zweite Wahl, auch wenn es häufig aus beruflichen Gründen nicht anders geht. Die Pflanzen leider nicht unbedingt, aber wer abends gießt, lockt mehr Schnecken an.
Mittags gießen? Nein. Pure Verschwendung von Zeit und Wasser (gilt auch fürs Rasensprengen, siehe unten „Wie gießt man richtig?“)
-Regenwasser oder Leitungswasser
Regenwasser ist besser als Leistungswasser. Man kann auch Leitungswasser in Gießkanne über Nacht stehen lassen.Wasser sammeln lohnt sich – Regentonnen speichern das Wasser von den Dächern. Regenwasser gibt es kostenlos und es ist auch besser temperiert als das sehr kalte Leitungswasser. Es lohnt sich also, möglichst viel davon aufzufangen und in Fässern, Tonnen oder Tanks zu speichern.
Wichtig: Kontrollieren Sie Ihre Wasserleitungen regelmäßig, auch die Wasseruhr und Hähne. Melden Sie Wasserlecks, defekte Uhren und tropfende Anschlüsse umgehend und kümmern Sie sich unverzüglich selbst um die Beseitigung von Schäden und Lecks hinter dem Haupthahn – im eigenen Interesse.
-Wettervorhersage:
Ein wichtiges Hilfsmittel für Gärtner ist die Wettervorhersage. Wenn die Wahrscheinlichkeit für Regen am Abend hoch ist, kannst du dir das Gießen am Nachmittag sparen, es dir aber ggf. für den kommenden Tag einplanen, falls die Vorhersage falsch lag. In feuchten Sommern kann es sein, dass du dein Gemüse überhaupt nicht wässern musst.
-Hacken
Einmal Hacken, spart dreimal Gießen! Lockert regelmäßig den Boden mit der Hacke, damit das Wasser besser eindringen und gespeichert werden kann.
Halten Sie den Boden um die Pflanzen locker (harken, hacken, mulchen), eine verkrustete Krume lässt das Gießwasser schnell von der Pflanze weglaufen und unnütz versickern.
-Mulchen
Mit einer Mulchschicht kann der Boden ca. doppelt so viel Wasser festhalten als ohne Bodenbedeckung.
Im Gemüsebeet oder unter Gehölzen hilft eine Schicht aus Mulch. Sie kann zum Beispiel aus trockenem Rasenschnitt, Laub, Gemüseresten, Schafwolle oder gejäteten Wildpflanzen bestehen. Letztere sollten aber keine reifen Samen haben, damit man sie nicht ungewollt aussät. Der Mulch verhindert die Verdunstung und Austrocknung des Bodens durch Wind und Sonne. Zusätzlich versorgt er die Beete mit Nährstoffen.
-Bäume:
Junge Bäume leiden unter Wassermangel, Unkraut um Baum nimmt Energie und Wasser weg
Baumscheibe machen-bereits dazu habe ich einen Beitrag gemacht. Genauso die Genüsebeete das Gemüse tieferlegen das Wasser bleibt, einen Gießwall bilden
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Die Bewässerung eines großen Baumes sollte im Bereich des äußeren Kronenrandes stattfinden, im Boden befinden sich dort die feinen Wurzeln, welche das Wasser am besten aufnehmen. So gepflegt steht der Baum noch jedem Schädling stark gegenüber. Auch Gehölze leiden unter langanhaltender Trockenheit. Es ist ratsam, sie lieber einmal pro Woche kräftig zu gießen (pro Baum ca. 50 Liter) als täglich nur ein bisschen
-Rasen, Nicht zu tief mähen
Am effektivsten ist es, den Rasen direkt nach einem Regenschauer zu sprengen, dann ist der Oberboden schon feucht und das zusätzliche Gießwasser dringt leichter in tiefere Schichten ein. Bei Hitze sollte man den Rasen nicht zu kurz halten. Zu häufiges Mähen macht ihn empfindlicher gegenüber Trockenheit.Wird der Rasen zwischenzeitlich dennoch aufgrund von Hitzeschäden braun, erholt er sich in der Regel bald wieder.
-Säen
Frisch ausgesät? Saat feucht halten! In extrem heißen Zeiten sollte man lieber nicht säen. Aber stellt Euch vor, die Saat ist seit zwei Tagen in der Erde und plötzlich kommt eine Hitzewelle, was dann? Deckt die Saat mit Zeitungspapier oder Jute ab, so bleibt sie länger feucht. Feuchtet die Abdeckung an und lasst sie liegen, bis die ersten Pflanzen keimen. Entfernt das Papier / den Stoff hinterher wieder, damit die jungen Sämlinge sich optimal entwickeln können.
Weitere Tipps:
-Bewässerungssysteme:
Sogenannte Perl- oder Tropfschläuche sind perfekt für die sparsame und trotzdem effektive Bewässerung von Beeten geeignet. Sie verteilen das Wasser gleichmäßig und direkt in die Erde, sodass es nicht gleich an der Oberfläche verdunstet.
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– Gewächshaus:
Fenster und Tür(en) im Gewächshauses Tag und Nacht offen stehen lassen. Das sorgt für eine gute Luftzirkulation.
– Wasserspeicher aus Tontöpfen
